Nachfolge & Verkauf

Zwei Zitate zum Beginn, die das Thema gut beschreiben:

„Mein Betrieb ist mein Lebenswerk – dafür habe ich alles gegeben und da steckt Herzblut drin. Wer sich aber einmal darum kümmern soll – das habe ich mir nie richtig überlegt und das wird auch kein leichter Weg.“

„1991 habe ich das Unternehmen gegründet. Nun suche ich seit vier Jahren einen geeigneten Nachfolger – Vergeblich. Es scheitert am Geld oder am Fachwissen. Wenn ich nun mein Unternehmen nicht verkaufen kann, ist das für mich eine Katastrophe. Seit 1991 habe ich nicht mehr in die Rentenversicherung eingezahlt. Schließlich ist die Firma ja meine Altersvorsorge und das Geld aus dem Verkauf gehört zu meinem Lebenskonzept. Ansonsten müsste ich mit 330 Euro staatlicher Rente klarkommen.“

Beide Zitate beschreiben das Spannungsfeld, in dem sich Unternehmer befinden, sehr gut. Es wird geprägt von einer hohen Emotionalität auf der einen und starken finanziellen Notwendigkeit auf der anderen Seite. In jedem Fall aber geht es auch um die Zukunft des Unternehmens. Eine ungeklärte Nachfolgesituation zieht zudem recht schnell weitere Kreise.

Geschäftsbegleitende Banken  werden hellhörig, wenn der Eindruck entsteht, dass beim Unternehmen noch nicht klar ist, wie und mit wem es künftig weitergehen wird. Gleiches gilt für Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter. Nicht zu vergessen die Konkurrenz, auch sie wittert ihre Chancen.

An der Führungsspitze eines Familienunternehmens findet in der Regel alle 25 bis 35 Jahre ein partieller oder gesamter Generationswechsel statt. Laut dem Institut für Mittelstandsforschung in Bonn sind jährlich in Deutschland ca. 71.000 familiengeführte Unternehmen von einer Nachfolgeregelung betroffen. Ein Vorgang also, der theoretisch volkswirtschaftlich „eingeübt“ sein sollte.

Das gilt eben nur theoretisch. Denn für viele Unternehmer ist die Übergabe des eigenen Unternehmens eine Premiere im Leben. Aus den Erfordernissen des Alltagsgeschäfts heraus, scheuen sie sich häufig davor, sich mit den komplexen Problemstellungen der anstehenden Regelung ihrer Unternehmensnachfolge zu beschäftigen.

Ihr Vorteil als DAV Mitglied

Eine Mitgliedschaft im „Deutscher Arbeitgeber Verband e.V.“ verschafft Ihnen unverbindlichen Zugang zu einem Erfahrungsnetzwerk. Treffen Sie auf andere Unternehmer, die bereits die Nachfolge erfolgreich vollzogen haben oder mitten im Prozess stecken. Lernen Sie von den Erfahrungen anderer oder geben Sie Ihre weiter. Mit dem DAV ist ein "Ort der Begegnung", ein liberal konservativer Heimathafen für Unternehmer geschaffen, der einen Gedankenaustausch auf Augenhöhe erlaubt.

Innerhalb des „Deutscher Arbeitgeber Verband e.V.“ treffen Sie auf Menschen, die sich mit der Unternehmensnachfolge beschäftigen und eine Kompetenz entwickelt haben. Sprechen Sie mit diesen, wenn es um die Klärung der folgenden Sphären der Nachfolge geht:

1. Unternehmerische Sphäre

    • Soll es einen vollständigen Verkauf oder eine Teilübergabe geben?
    • Was bewegt Sie als Unternehmer? Die Weiterführung des Unternehmens, die Generierung von Vermögen oder beides?

2. Familiäre Sphäre

    • Gibt es eine Familienverfassung, geschriebene oder ungeschriebene Nachfolgeregelungen?
    • Welche weiteren Familienmitglieder sind mit welchen Quoten beteiligt?
    • Wie sehen die Interessen der anderen beteiligten Familienmitglieder aus – jetzt und in der Zukunft?
    • Wie lassen sich potentielle Konflikte identifizieren und vermeiden?

3. Personelle Sphäre

    • Nachfolgerkonzepte – Familienmitglieder oder Fremdmanager?
    • Welche Eigenschaften soll ein geeigneter Nachfolger aufweisen?
    • Suche und Bewertung von Personen
    • Die Organisation des Führungswechsels

4. Strategisch betriebswirtschaftliche Sphäre

    • Ist das Unternehmen hinsichtlich seiner Strukturen, Prozesse und Ressourcenausstattung übergabefähig?
    • Wie wird eine Übergabe betriebswirtschaftlich gestaltet?

5. Finanzwirtschaftliche Sphäre

    • Wie lässt sich die Finanzierung der Unternehmensnachfolge sinnvoll gestalten?
    • Wie wird der Fortbestand des Unternehmervermögens gesichert?

6. Juristische und steuerrechtliche Sphäre

    • Welche rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen sind zu beachten?
    • Wie sind die gesellschafts- und erbschaftsrechtlichen Rahmenbedingungen zu gestalten, dass die Nachfolgeregelung optimal ist?
    • Welche Rolle spielen Stiftungskonzepte?
    • Wie ist die Unternehmensnachfolge steuerlich optimal zu gestalten?

7. Psychologisch organisatorische  Sphäre

    • Wie lässt sich der Nachfolger ins Unternehmen optimal integrieren und welche Rolle übernimmt dabei der Übergeber des Unternehmens?
    • Klärung von Rollen und Erwartungshaltungen zwischen Übergeber und Übernehmer.
    • Vermeidung von Konflikten.
    • Welche Mitwirkungs- und Entscheidungsrechte sind bei wem für welche Zeit vorhanden?
    • Wie wird die künftige Entscheidungsstruktur aussehen?
    • Sind Gremien zu bilden (z.B. Beirat)?

Die Klärung der Nachfolgefrage ist die Absicherung Ihrer Bemühungen und Anstrengungen seit Gründung oder eigenen Übernahme des Unternehmens. Sie ist Teil der Unternehmensstrategie und enthält zu viele Facetten, als dass man den Prozess nicht geordnet und systematisch betrachten sollte. Die „7-Sphären der Unternehmensnachfolge“ verdeutlichen Ihnen zudem, dass der Beratungsbedarf über das hinaus geht, was der Steuerberater oder Rechtsanwalt zu leisten vermag. Es bedarf einer integrierten und systematischen Betrachtungsweise.

Bezogen auf diese „7-Sphären der Unternehmensnachfolge“ bietet der „Deutscher Arbeitgeber Verband e.V.“ Ihnen eine hervorragende Plattform:

  1. Sie treffen auf andere Unternehmer mit Erfahrungen und starten einen gemeinsamen Gedankenaustausch.
  2. Erfahrene Persönlichkeiten stehen Ihnen für Erstgespräche für die Bewertung Ihrer Situation zur Verfügung.
  3. Der DAV-Unternehmertreff bietet einen Veranstaltungsrahmen mit interessanten Referenten zum Thema.
  4. Der DAV steht mit einer Reihe von vertrauenswürdigen Fachexperten in Verbindung und bietet den Zugang zu einem exzellenten Netzwerk.
  5. Haben Sie bereits eine Nachfolge erfolgreich bewältigt und möchten sich sinnvoll weiter beschäftigen? Stehen Sie anderen Unternehmern als Sparringspartner zur Verfügung.

Eine optimale Nachfolge muss aus einem Guss sein. Unternehmer, Nachfolger, Familienmitglieder, externe Berater und Geldgeber müssen an einem Strang ziehen. Profitieren Sie von Ihrer Mitgliedschaft im „Deutscher Arbeitgeber Verband e.V.“

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