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Hertkorns USA Presseschau

 
 
 
 
 
 
 

Dr. Michaela C. Hertkorn, Journalistin

Hertkorns USA Presseschau

 
 

Stephen Landman schreibt auf der Webseite des Kanadischen Think Tanks Global Research über Trumps Wahlsieg in Amerika:

"… Er (der Präsident) lehnt destruktive Handelsbezieungen ab. Er möchte dass die NATO sich auf Terrorismus konzentriert und nicht Kriege in Ländern führt… Wird seine Agenda die Situation zu Hause verbessern oder verschlechtern? Er verdient eine Chance…"

http://www.globalresearch.ca/trumps-top-priorities/5570037

http://www.claritypress.com/LendmanIII.html

sjlendman.blogspot.com.


Vieles hat sich ereignet in den vergangenen beiden Wochen. Der Logik meiner ersten Analyse 'Team Trump: Quo Vadis US Foreign Policy' folgend, scheint die Welt weiter in wirtschaftliche Antagonisten und auch konkrete Feinde eingeteilt worden zu sein:

"Es ist die Rückkehr zu strategischem Fokus auf einige wenige Feinde oder Gegner... Es ist die Rückbesinnung auf ‚deterrence' und konkretere Feindbilder: radikalem Islam als ideologischem Feind, China als wirtschaftlichem und Russland als geopolitischem Gegner".(1) (Michaela Hertkorn).


Pepe Escobar schreibt am 23. Januar 2017 in der 'Asia Times': "(Alibaba Chef Jack) Ma sagte (in Davos) 'in den vergangenen 30 Jahren haben Konzerne wie IBM, Cisco und Microsoft unendlich viel Geld verdient'. Das Problem liege jedoch darin, was Amerika mit seinem Geld mache. 'In den vergangenen 30 Jahren hatte Amerika 13 Kriege und die damit verbundenen Kosten von 14.2 Trillion US $'."

Escobar kommentiert in seiner Analyse auch Peter Navarro, Chefberater von Präsident Donald Trump in Wirtschaftsfragen, der neben China nun vor allem auch Deutschland als Währungsmanipulator bezeichnet hat – eine problematische Entwicklung für Europas Export-Weltmeister.

http://www.globalresearch.ca/trade-war-with-china-will-trump-hop-on-an-american-silk-road/5570920

'Jetzt nimmt sich Trumps Administration Deutschland vor', DIE WELT, 01.02.2017


Die Baseler Zeitung resümmierte am 21.01.2017 noch recht positiv:

"Auch in Europa beobachten wir den gleichen Starrsinn, wenn Vertreter der Eliten sich zu Trump äussern. Man merkt, wie beleidigt sie sind, wie gekränkt, dass das Volk eine Politik verschmäht, die unter den westlichen Eliten so populär ist, nein, als einzig richtig angesehen wird. Wenn sie darüber reden, verraten sie sich: Der Euro ist «alternativlos», der Klimawandel entspricht dem «wissenschaftlichen Konsens», die EU ist gut, weil sie gut ist, gegen «Migrationsströme» lässt sich nichts ausrichten, Obama schliesslich ist ein grosser Präsident, und wer es anders sieht, muss ein Rassist sein. Deshalb ist es eine Revolution, deren Zeuge wir werden: Trump, der Aussen­seiter, der Partylöwe, der jede Party sprengt, der Elefant, der die ganze Welt als Porzellanladen erscheinen lässt, der Mann, der sich in jedem Fettnäpfchen niederlässt, der Mann aber auch ohne Furcht und Tadel, ein Mann mit sehr viel Mut: Er hat die Eliten des Status quo mit einer Wahrheit konfrontiert, die sie nicht sehen wollen: dass ihre Politik abgewählt wurde, weil sie gescheitert ist".

http://bazonline.ch/ausland/amerika/die-tyrannei-des-status-quo/story/31884976


Interessant die beiden nachstehenden, kurz aufeinander folgenden Analysen Joachim Hagopians. Während der erste Artikel sich v. a. kritisch mit der Hinterlassenschaft von Präsident Barack Obama auseinandersetzt, wirft die zweite Analyse wichtige Fragen auf, was den sich nach der ersten Woche im Amt abzeichnenden innen- und außenpolitischen Kurs des neuen US Präsidenten Donald Trump betrifft.

http://www.globalresearch.ca/obamas-farewell-address-touting-the-legacy-exposing-the-truth-non-stop-wars-a-costly-six-trillion-dollar-legacy/5568643

http://www.globalresearch.ca/trumps-first-week-a-win-for-the-elite-a-loss-for-the-people-and-it-does-not-look-good/5571105


Erleben wir tatsächlich die von Trump angekündigte Annäherung an Russland und Konfrontation mit China?

Die Dinge scheinen sich noch zu widersprechen und gleichzeitig zu überschlagen.

Trumps Telefongespräch mit Russlands Präsident Putin führte noch nicht zur Aufgabe der Sanktionen gegen Russland. Dies dürfte vor allem auch an der Intervention und den Mahnungen der Britischen Premierministerin Theresa May gelegen haben. Dass die Britische Regierungschefin als erster Staatschef Donald Trump persönlich traf, während auf Deutsch-Amerikanischer Seite ein Treffen der beiden Außenminister stattfand, dürfte Deutschen (Handels- und Wirtschafts)Interessen zu denken geben.

http://bazonline.ch/ausland/amerika/trump-und-putin-wollen-is-gemeinsam-bekaempfen/story/23178881

http://bazonline.ch/news/standard/Erster-Staatsgast-bei-Trump-Theresa-May/story/18315223

http://www.globalresearch.ca/trumps-policy-on-ukraine-could-lead-to-war-with-russia/5572616


Nach Ansicht von Steve Horn (de smog, 02.02.2017) spielt der Zugang zu Öl und Gasfeldern eine entscheidende Rolle was die künftigen US-Amerikanischen Beziehungen sowohl mit Russland, als auch China angeht.

"Tillerson's Kommentare zu China und Spannungen im Südchinesischen Meer ... sind umso mehr beunruhigend, wenn man sie gemeinsam mit den Äusserungen von Steve Bannon, Chefstratege innerhalb der Trump Administration betrachtet, dass China und Amerika innerhalb der nächsten 5 – 10 Jahre einer militärischen Konfrontation entgegen gehen... Sowohl Exxon, als auch Gazprom und Rosneft streben nach einer Erschliessung der enormen Öl- und Gasvorkommen in der Südchinesischen See…"

http://www.globalresearch.ca/rex-tillerson-backs-aggressive-policy-in-disputed-south-china-sea-as-exxon-russia-eye-regions-oil-and-gas/5572581

Zur obigen Analyse passt die Einschätzung William Engdahls in der online Zeitschrift ‚New Eastern Outlook': "Die US Administration unter Außenminister Rex Tillerson kehrt nach acht Jahren Obama Politik und der Suche nach alternativen Energien zurück zu einer Ära von 'Big Oil'…"

http://www.globalresearch.ca/rex-tillerson-and-the-myths-lies-and-oil-wars-to-come/5571556


Nach zwei Wochen unter US Präsident Donald Trump sieht vieles innen- wie auch außenpolitisch nach einem Konfrontationskurs aus.

Der gegen eine Reihe von Ländern im Mittleren Osten und in Afrika verhängte Einreisebann bezieht Länder wie Saudi Arabien explizit nicht mit ein. Dies erscheint als fragwürdig, wenn man sich vergegenwärtigt, dass es vor allem Katar und Saudi Arabien waren, welche die Terrormiliz ISIS in Syrien finanziell unterstützten.

Eine Eskalation in den Beziehungen scheint sich unter dem neuen US Amerikanischen Präsidenten Trump (einmal mehr) vermehrt gegen den Iran zu richten:

http://www.globalresearch.ca/trump-lets-saudis-off-his-muslim-ban/5571963

http://bazonline.ch/ausland/amerika/USA-verhaengen-neue-Sanktionen-gegen-den-Iran/story/20717378


Dem entspricht auch die nachstehende Analyse. Die Obama Administration habe die Flüchtlingskrise durch eine passive Haltung in Syrien verursacht. Obama habe es versäumt, das Assad-Regime zu stürzen: eine problematische Schlussfolgerung nach Ansicht der Autorin; eine Einschätzung die eine tatsächliche Aussöhnung mit Russischen Interessen in Syrien als eher unwahrscheinlich wirken lassen.

http://www.breitbart.com/national-security/2017/01/31/rabbi-shmuley-refugee-obama-trump/


 

(1) Signifikant in diesem Zusammenhang, dass der nominierte Außenminister Rex W. Tillerson Russland nicht als existentielle Bedrohung ('threat'), sondern als Gefahr ('danger') bezeichnete. Russland in den Worten von Tillerson, sei nicht unberechenbar: https://www.c-span.org/person/?rextillerson

 

06. Februar 2017

 
   


Dr. Michaela C. Hertkorn

Michaela Hertkorn studierte Politische Wissenschaften an der Universität Heidelberg.
Seit 2013 ist sie Mitglied des Deutschen Presse Verbandes. Ihre journalistische und schriftstellerische Arbeit konzentriert sich auf die US Außen- und Sicherheitspolitik.
Michaela Hertkorn besitzt die Staatsbürgerschaften von Deutschland und den USA.