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Karsten Trautmann, SCHUNK, derzeit China

Glückskekse
- Persönliche Impressionen aus China

Shanghai. Eine Stadt die einen fesselt und die einen in den Bann zieht. Es ist aufregend in dieser Metropole zu leben und ständig verändert sie sich. Gebäude kommen und gehen, neue Straßen werden gebaut, Metrolinien erweitert. Diese Kulisse ist es die beeindruckt, der Geräuschpegel und die Menschenmassen.

Dass wir mittlerweile in China leben, merken wir morgens nicht. Zum Frühstück ist alles wie gehabt und routiniert wie in Deutschland. Als typische Expats gibt es frischgebrühten Kaffee, deutsches Müsli und frisches Obst und Gemüse. Nur an der ungeliebten H-Milch kann man erahnen, dass wir nicht in Deutschland sind. Aber zumindest steht Milch auf dem Esstisch – deutsche Milch.

Nachdem die Haustür aufgeht, realisiert man, dass man mittendrin im hektischen Alltag von Shanghai ist und sich nicht in dem ruhigen Deutschland befindet, wobei die tägliche Routine fast wie in zu Hause ist:

Autotür auf, Zündschlüssel umdrehen, zur Arbeit fahren und in 10 Minuten später im Büro sitzen.

Stopp! Das wäre der Wunsch, doch täglich kann etwas Unerwartetes passieren. Es ist mindestens der tägliche Stau den einen auf dem Weg zum Büro erwartet, aber auch Unfälle direkt vor der Haustür oder auf dem Weg können vorkommen. Ebenso wie spontane ‚Reparaturen und Ausbesserungen' der Straße. Letzteres zeigt sich, wenn Mitten in der Nacht eine Asphaltdecke der Straße abgetragen wurde und die Straße dann etliche Zentimeter niedriger oder höher ist als am Vortag. Das ist besonders für das geliebte Auto schlimm. Dann benötigt man gerne auch 30 – 60 Minuten zur Arbeit für 3km und man ertappt sich bei Gedanken "In Deutschland ist alles besser …". Ist es aber dann doch nicht bei genauerer Betrachtung.

Angekommen in der Firma ist es dann wie zu Hause in Deutschland und die Arbeit läuft wie überall auf der Welt – mehr oder weniger - routiniert ab. Unterschiedlich und spürbar läuft dagegen der Arbeitsrhythmus ab, denn die unterschiedlichen Zeitzonen hinterlassen Spuren im beruflichen Alltag. Am frühen Morgen werden letzte E-Mails des Vortags abgearbeitet, bevor dann am Nachmittag die Kollegen aus Deutschland mit mind. 6 Stunden Zeitverschiebung und mit weiteren mind. 6 Stunden Zeitverschiebung die Kollegen aus Amerika mit der Arbeit beginnen. Dann ist es in China bereits 22 Uhr.

Der anschließende Rückweg nach Hause ähnelt dann dem der Hinfahrt zum Büro und es fährt der Wunsch mit in 10 Minuten zu Hause zu sein.

Endlich Feierabend! 

05. Dezember 2016

 
   


Karsten Trautmann

Karsten Trautmann Master of Science, Head of Business Development SCHUNK Intec Precision Machinery Trading (Shanghai) Co., Ltd.Shanghai, China