Start | Kontakt | Impressum
 
 
 

Aktuelles

 
 

RSS-Feed
abonnieren

 
 
 

Dieter Schneider, Unternehmensberater

Arbeitgeber und Unternehmen

Das sind zwei Kategorien, von denen allgemein angenommen wird, dass sie weitgehend übereinstimmen. Dem ist aber nicht so. Es gibt in Deutschland eine riesige Zahl von Kleinstunternehmen, die keine entlohnten Arbeitnehmer beschäftigen. Und es gibt eine große Zahl von Organisationen, die keine Unternehmen sind, aber sehr viele entlohnte Beschäftigte haben. Das hat erhebliche volkswirtschaftliche und gesellschaftspolitische Folgen.

Ehe über die gesprochen wird, muss der Versuch einer Quantifizierung der Arbeitgeber und Unternehmen in Deutschland unternommen werden.

Wie viele Arbeitgeber gibt es in Deutschland und wie sind sie organisiert?

Zu dieser ersten Frage gibt es keine öffentlich bekannten Zahlen. Darin liegt schon ein Teil des Problems.

Da gibt es eine Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Die nimmt für sich in Anspruch alle Arbeitgeber in Deutschland politisch zu vertreten. Ein Blick in die Struktur dieses Verbandes könnte klären, ob der Anspruch, für alle Arbeitgeber zu sprechen, uneingeschränkt gerechtfertigt ist, vor allem im Hinblick auf kleinere Arbeitgeber mit weniger als 10 Mitarbeitern.

Die Namensgebung BDA sagt es schon: Da sind also nicht die Arbeitgeber organisiert, sondern Arbeitgeberverbände der deutschen Wirtschaft. Da gibt es zwei Schienen:

  • Arbeitgeberverbände der Bundesländer

  • Fachverbände

Beides sind aber fast nur gewerblichen Fachverbände. Viele Arbeitgeber sind da nicht vertreten. Um nur einige wichtige zu nennen:

  • Bund, Länder, Kreise, Kommunen und andere Gebietskörperschaften

  • Caritas, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt

  • Gewerkschaften

  • Freie Berufe

  • Universitäten, Krankenhäuser

  • Vereine

Bei allen diesen Organisationen (um das Wort Unternehmen zu vermeiden) gibt es keine gesetzlich festgelegte Pflichtmitgliedschaft in Verbänden, die allein Arbeitgeberinteressen vertreten. Sowohl für Unternehmen als auch für viele freie Berufe gibt es eine gesetzlich festgelegte Mitgliedschaft in Kammern. Die sind aber verpflichtet, nicht nur Arbeitgeber-Interessen, sondern auch Arbeitnehmer-Interessen zu vertreten.

Allein schon deshalb sind Arbeitgeber-Interessen und Unternehmer-Interessen zwei völlig verschiedene Dinge.

Wie viel Unternehmen gibt es in Deutschland und wie sind die organisiert?

Zur dieser Frage veröffentlichte das Statistische Bundesamt im Internet folgende Zahlen

Auf einen Blick

Unternehmen insgesamt

2012

3 663 432

Kleine und mittlere Unternehmen

2012

99,3 %

Handwerksunternehmen

2012

583 668

Gewerbeanmeldungen

2013

755 048

Gewerbeabmeldungen

2013

696 335

Es gibt aber noch viel mehr Unternehmen als rund 3,7 Millionen in Deutschland. Das kann am Beispiel des Handwerks gezeigt werden, weil da eine Vollstatistik auf Grund der Handwerksrollen-Eintragungen existiert. Danach gab es in Deutschland zur gleichen Zeit rund eine Million Handwerksunternehmen und handwerksähnliche Unternehmen. In der Statistik oben sind aber rund 580.000 aufgeführt!

Die Differenz von über 400.000 Unternehmen ist weitaus überwiegend damit zu erklären, dass das Statistische Bundesamt seit dem Jahre 2008 nur noch die Unternehmen erfasst, die es aus der Umsatzsteuerstatistik der Finanzämter bekommt. Da werden alle Unternehmen, die weniger als 17.500 Euro Jahresumsatz haben, nicht mehr erfasst.

Am Beispiel des Friseurhandwerks sieht das so aus:

Handwerksrollen rund 80.000 Friseurunternehmen

Statistisches Bundesamt rund 53.000 Friseurunternehmen

Diese Differenz kommt weitgehend dadurch zustande, dass diese Kleinstunternehmen (angeblich) weniger als 17.500 Euro Umsatz im Jahr erwirtschaftet haben.

In anderen Branchen außerhalb des Handwerks gibt es solche Vergleichsmöglichkeiten nicht. Vor ein paar Jahren wurde die damalige Staatsekretärin im Finanzministerium, Barbara Hendricks, bei einer Veranstaltung der Handwerkskammer München öffentlich gefragt, wie viele Kleinstunternehmen unter 17.500 Euro es in Deutschland gäbe. Die Antwort war:

Das wissen wir nicht, die sind nicht prüfungswürdig.

Schauen wir uns die Gewerbeanmeldungen und -abmeldungen in der Tabelle oben an! Die zeigen eine Zunahme von fast 60.000 Gewerbebetrieben innerhalb eines Jahres. In der gleichen Zeit steht aber im „Handelsblatt“:

Immer weniger Deutsche wagen den Schritt in die Selbständigkeit. Wie schon seit Jahren sank die Zahl der neu gegründeten Firmen auch in diesem Jahr wieder.

Des Rätsels Lösung:

Immer mehr in Deutschland lebende Menschen wagen den Schritt in die Selbständigkeit, sie kommen aber beim Finanzamt meistens nicht an und treten damit auch statistisch nicht mehr in Erscheinung. Das ist ein Politikum ersten Ranges, was bisher in der breiten Öffentlichkeit kaum thematisiert wird:

Die Zahl der Unternehmen nimmt ständig zu, die Zahl der Arbeitgeber nimmt aber ab.

Dazu ein besonders krasses Beispiel im Internet bei t-online.de zu finden:

Trauriger Abstieg eines einstigen Vorzeigehandwerks: Zehn Jahre nach dem Wegfall der Meisterpflicht im Fliesenlegerhandwerk haben IG BAU und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes eine verheerende Bilanz gezogen. Qualität und Ausbildungsleistung seien drastisch gesunken, schilderten sie die Folgen der Liberalisierung. Zudem müssen den Experten zufolge viele Betriebe ums Überleben kämpfen.

Seit dem 1. Januar 2004 könne sich jeder als Fliesenleger selbstständig machen, der wolle. Das habe zu einem gnadenlosen Lohndumping geführt, in dessen Folge selbst florierende Unternehmen ihre Mitarbeiter hätten entlassen müssen.

Die Zahl der Fliesenlegerbetriebe habe sich unter den neuen Bedingungen mehr als verfünffacht, erklärten die Verbände. Bei den meisten der nunmehr 68.000 Betriebe handele es sich um Ein-Mann-Firmen, die in der Regel nicht ausbildeten und häufig als Scheinselbstständige agierten.

Das bedeutet: Fliesenleger-Unternehmen fallen als Arbeitgeber weitgehend aus. Da stellt sich die Frage: Wer hat da diese einstmals stolze Branche als Arbeitgeber allein gelassen?

Zuständig scheint als einer der größten Fachverbände in Deutschland der Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) zu sein. Der ist aber kein Arbeitgeberverband, weil in ihm nicht nur die handwerklichen Fachverbände organisiert sind, sondern auch die Handwerkskammern, die laut gesetzlichem Auftrag nicht nur die Arbeitgeber, sondern auch die Arbeitnehmer zu vertreten und zu betreuen haben.

Um da Probleme zu vermeiden, gibt es den „Unternehmerverband deutsches Handwerk“ (UDH). Der ist als handwerklicher Arbeitgeberverband Mitglied der BDA. In der Öffentlichkeit tritt der UDH kaum in Erscheinung. Er steht auch mehr oder weniger nur auf dem Papier. Präsident und Hauptgeschäftsführer stehen in jeweiliger Personalunion an der Spitze von ZDH und UDH.

Die BDA kann also nur Arbeitgeber vertreten, die freiwillig in einem Fachverband organisiert sind. Über den Organisationsgrad der Arbeitgeber in den jeweiligen Fachverbänden ist aber wenig bekannt. Tendenziell ist zu sagen, dass der Organisationsgrad mit der durchschnittlichen Unternehmensgröße in der jeweiligen Branche korrespondiert. Das hat enorme Auswirkung auf die Finanzkraft der Fachverbände und damit die Einflussmöglichkeiten innerhalb und außerhalb der BDA. Es ist deshalb kein Zufall, dass die Interessenvertretung der BDA und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) oft deckungsgleich erfolgt.

Gerade in der Industrie sind aber viele Unternehmen durch die in Gewerkschaften organisierten Arbeitnehmer mitbestimmt. Schon aus diesem Grunde kann der BDI kaum reine Arbeitgeberinteressen vertreten. Bei dieser Gemengelage bleiben vor allem die Interessen kleiner Arbeitgeber auf der Strecke. Über 90 Prozent aller 3,7 Millionen Unternehmen haben weniger als 10 Beschäftigte.

Es ist kein Zufall, wenn bei Tariflohnverhandlungen die IG Metall, und Ver.di vorwegmarschieren und damit die allgemeine Lohnentwicklung in Deutschland sehr stark beeinflussen. Weder in der Metallwirtschaft noch im öffentlichen Dienst haben kleine Arbeitgeber irgendwelche Einflussmöglichkeiten auf die Tarifverhandlungen, deren Ergebnisse dann aber mehr oder weniger auf alle Arbeitgeber im wahren Sinne des Wortes durchschlagen.

Mindestlohngesetz

Auch am aktuellen Beispiel des Mindestlohngesetzes mit seinen Aufzeichnungspflichten wird deutlich, dass die Interessen kleiner Arbeitgeber bei diesem Gesetz weitgehend unberücksichtigt bleiben, ganz schlicht, weil die spezielle Situation dieser kleinen Unternehmen vorher gar nicht wahrgenommen wurde. An dieser Stelle soll nur angedeutet werden, dass das Mindestlohngesetz bei kleinen Familienbetrieben enorme Probleme schaffen kann, die vorher vom „Gesetzgeber“ überhaupt nicht gesehen wurden.

Viele kleine Unternehmen sind „Familienbetriebe“. Hinter dem allgemeinen Begriff „Familienbetrieb“ kann sowohl normal entlohnte Mitarbeit von Familienmitgliedern stecken als auch „familienhafte Mitarbeit“ oder auch „Mitunternehmerschaft“ und parallele Unternehmerschaft ohne Lohnzahlungen. Niemand hat bedacht, was für Folgen das Mindestlohngesetz z. B. für einen Kleinstunternehmer haben kann, der seinen alten Vater als ehemaligen Chef noch auf 450-Euro-Basis mit den unterschiedlichsten unternehmerischen Hilfsarbeiten sowie seine voll mitarbeitende Ehefrau als angemeldete Kraft für 700 Euro im Monat beschäftigte. Bisher hat sich das Finanzamt bei mithelfenden Familienangehörigen dafür interessiert, ob denen zu viel Lohn für ihre Arbeit gezahlt wird. Wenn jetzt der Zoll auftaucht und die Arbeitszeit der beiden Familienmitglieder kontrolliert, gibt es mit ziemlicher Sicherheit Probleme bis hin zum Vorwurf des strafbaren Sozialabgabenbetrugs. Die unerwünschte Konsequenz wird sein: Familienmitglieder werden mit sehr problematischen Folgen sowohl für die Betroffenen als auch das „Gemeinwohl“ als Arbeitnehmer „abgemeldet“.

Besonders im Handwerk und im Handel mit überwiegendem Endverbrauchergeschäft ist ohnehin die volkswirtschaftlich und gesellschaftlich sehr problematische Tendenz zu beobachten, dass Kleinstunternehmer keine Mitarbeiter mehr beschäftigen. Die Gründe dafür sind vielfältig und eine eigene Untersuchung wert. Auch hier kann schon festgestellt werden, dass das Mindestlohngesetz diese Tendenz noch weiter verstärken wird.

Unternehmer ja! – Arbeitgeber nein!

Im Handwerk ist die Entwicklung zum arbeitnehmerfreien Kleinstbetrieb gut zu beschreiben, weil - wie oben dargestellt - die Zahlen der Handwerksrollen-Statistik mit den Unternehmenszahlen der Umsatzsteuerstatistik für das Handwerk verglichen werden können.

Die Zahl der in handwerklichen Fachverbänden freiwillig organisierten Handwerksunternehmen ist noch wesentlich niedriger als die Zahl der Handwerksunternehmen mit Arbeitgeber-Eigenschaft.

Dafür noch einmal das Beispiel Friseurunternehmen: Es gibt rund 80.000 in der Handwerksrolle registrierte Friseurunternehmen. Rund 53.000 davon tauchen in der Umsatzsteuerstatistik auf. Und nur rund 20.000 sind über die Innungsmitgliedschaft und die Landesinnungsverbände im Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks als Arbeitgeberverband organisiert. Bei den über 40.000 selbständigen Kosmetikerinnen gehen diese Zahlen noch viel weiter auseinander.

Das Ganze ist alles andere als eine reine Zahlenspielerei. Die praktisch steuerfreien Kleinstunternehmen sind durch die gesparten Steuern und Abgaben eine knallharte Konkurrenz für die größenmäßig benachbarten Kleinstunternehmen mit Arbeitnehmern.

Zu den Kleinstunternehmen mit „abhängig Beschäftigten“ kommt jetzt verstärkt der Zoll, Lohnsteuerprüfer und Sozialbgabenprüfer, die alle kontrollieren sollen, ob die 8,50 Euro pro Stunde für die Mitarbeiter gezahlt werden. Die „Alleinunterhalter“ und „Familienbetrieb“, die nur mit unangemeldeten Familienangehörigen arbeiten, stehen nicht im Fokus - weil keine Arbeitnehmer angemeldet sind. Andere Steuerprüfer lassen sich dort auch nicht sehen, weil diese Unternehmen nicht prüfungswürdig sind. Wie bei den „Alleinunterhaltern“ sieht es auf Grund der Steuererklärungen auch bei „Familienbetrieben“ aus, bei denen nur nahe Familienangehörige (Eltern, Kinder, Ehepartner) ohne Lohn arbeiten.

Es ist kaum zu glauben: Wenn Familienangehörige ohne Lohn mitarbeiten, bleiben die Unternehmer unbehelligt, wenn sie aber teilweise Lohn bekommen, also weniger als ihrem zeitlichen Arbeitsaufwand entsprechend, trifft sie die ganze Härte des Gesetzes z. B. in der Person von bewaffneten Zöllnern, die während der Geschäftszeit im Beisein von Kundschaft unangemeldet und ohne richterliche Genehmigung auftauchen. In „Problemzonen“, wo schon die Polizei ungern patroulliert, geht natürlich auch der Zoll nicht gern hin.

Eine spezielle Interessenvertretung kleinerer Arbeitgeber ist also nicht nur als Verteidigung gegenüber großen Arbeitgebern mit mehr Marktmacht notwendig, sondern auch gegenüber Kleinstunternehmern ohne ordentlich bezahlte Mitarbeiter, die weitgehend der Schattenwirtschaft zuzurechnen sind. Das sind immer mehr „no go areas“ sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne.

Es geht hier nicht darum, der öffentlichen Hand mehr Einnahmen zu verschaffen, es geht um die Verpflichtung des Staates, sich bei der Steuer- und Sozialabgaben-Gesetzgebung und dem Vollzug einigermaßen wettbewerbsneutral zu verhalten.

Zusammenfassung

Laut Statistischem Bundesamt gab es 2012 insgesamt 3.663.432 umsatzsteuerpflichtige Unternehmen in Deutschland mit über 17.500 Euro Jahresumsatz. Davon waren 3.329.245 Kleinstunternehmen mit unter 10 Beschäftigten nach offizieller Definition. Gerade in diesem Bereich gibt es eine große Zahl, die mit arbeitnehmerfreien Unternehmen im harten Wettbewerb stehen. Diese große Zahl von Arbeitgebern ist weder speziell organisiert noch wird sie mit ihren sehr speziellen Problemen von niemanden, außer in Sonntagsreden, gesondert vertreten.

Für diese Gruppe trifft voll zu, was Theodor Eschenburg einmal so formulierte:

Wer nicht organisiert ist, ist ungeschützt.

  • Wer schützt diese Kleinstarbeitgeber vor der konkurrierenden Schattenwirtschaft?

  • Wer schützt diese Arbeitgeber vor immer mehr Bürokratie und Überwachung?

  • Wer schützt diese bisher „staatstragende“ Schicht vor der Ausraubung ihrer privaten Altersvorsorge durch die Nullzinspolitik der EZB?

    Es ist nicht die Frage, ob Deutschland insgesamt von der Null-Zins-Politik der EZB mehr oder weniger profitiert, sondern wer in Deutschland davon profitiert und wer verliert.

    Die Verlierer sind nicht nur die „Sparer“, sondern vor allem die selbständigen kleinen Arbeitgeber, deren Altersversorgung durch eine andauernde Null-Zinspolitik und bewusst herbeigeführte Inflation zum erheblichen Teil zwangsenteignet wird. Die schwarze Null, auf die Herr Schäuble so stolz ist, ist die rote Null bei den Zinsen für kapitalgedeckten Altersvorsorge der meisten Selbständigen. 30 Milliarden die unsere Finanzminister an Zinsen sparen, stehen in ähnlicher Höhe verlorene Zinsen von Sparern, in erster Linie für die Altersvorsorge gegenüber.
  • Wer schützt Arbeitgeber vor steigenden Kosten durch gewollte Inflation bei gleichzeitig beschränkten Möglichkeiten, die an die Kunden weiterzugeben?

Augenzwinkernd meinte einmal der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch, als er von einem Friseurunternehmern auf die Problematik von unterschiedlicher steuerlicher Belastung von mehrwertsteuerfreien und mehrwertsteuerpflichtigen Unternehmern in halbprivater Runde angesprochen wurde, sinngemäß:

Ihr umsatzsteuerpflichtigen Unternehmer senkt doch eure Steuerbelastung auf eigene Faust..

Dazu ein deutliches Wort ohne Augenzwinkern:

In früheren Zeiten diente oft das versteuerte Einkommen von Kleinunternehmern dem laufenden Konsum und das unversteuerte Einkommen aus schwarzen Umsätzen oder schwarzen Löhnen überwiegend dem Vermögensaufbau (Konto in der Schweiz, Ferienhaus in Spanien, zum Teil schwarz bezahlte Immobilien). Das ist weitgehend vorbei. Wenn überhaupt noch möglich, werden heutzutage schwarze Umsätze und schwarze Löhne weitgehend zeitnah konsumiert und die Altersvorsorge nach dem „Prinzip Hoffnung“ dem Staat überlassen. Altersarmut ist dadurch für viele Millionen kleine Arbeitgeber programmiert. Die Verarmung des Mittelstandes hat schon einmal viel Unglück über Deutschland gebracht.

Diplom-Kaufmann Dieter Schneider, Darmstadt ist Unternehmensberater
und als Herausgeber eines Brancheninformationsdienstes
langjähriger Fachjournalist für die Beautybranche.

Aus seiner eigenen Erfahrung als Kleinunternehmer hat er etliche Fachbücher und Themenmagazine zum Thema Management kleinerer, mittelständischer Dienstleistungsbetriebe geschrieben.

05. Oktober 2015