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Wolfgang Prabel

Der Bausatz des Dritten Reiches

Das neue Deutschland:
Ständegesellschaft mit antidemokratischen Denkweisen.

Deutschland hat seit 1968 seine Mitte verloren. Diese Mitte sind die normal lebenden und arbeitenden Menschen, die nicht ständig alles politisieren, genderisieren und ökologisieren. Die sich einfach um ihre Familie und ihre Arbeit kümmern und daneben Urlaub, Freizeitvergnügen und Ruhe haben wollen. Sie sind in der modernen Gesellschaft dank hoher Produktivität der Arbeit in der Minderheit.

Jene laustarken ideologisierten Schreihälse, die das Klima in Deutschland seit etwa 1880 vergifteten, haben wieder einmal in den Bürgerkriegsmodus geschaltet. Es ist in unserem Land wirklich nicht das erste Mal. Ein Blick zurück in die Spätkaiserzeit und die Weimarer Republik lohnt sich, da sich die Glaubenssätze (Argumente sind etwas anderes) und Abläufe stark reimen. "Der Bausatz des Dritten Reiches" gibt einen Einblick in die kulturelle Propaganda und die ökonomischen Grundlagen der prenationalsozialistischen Periode von 1880 bis 1933 und ist in vielen Aspekten ein Spiegel unserer Zeit. Und ein Blick in den Rückspiegel.

Die seit 1880 in Deutschland grassierende Jugendbewegung zelebrierte den Tabubruch auf vielen Gebieten: Alle Werte wurden nach den Anweisungen von Friedrich Nietzsche umgewertet und die Tabus gebrochen. Der Krieg, das Töten, die Respektlosigkeit vor Alten und Kranken, die Ablehnung von Rationalität und seriöser Wissenschaft als systematisches Erkennen waren die Markenzeichen. Einerseits lieferten die Unis um 1900 auf technischem Gebiet Großartiges und legten Fundamente für Deutschlands wirtschaftlichen Aufstieg. In den geisteswissenschaftlichen Disziplinen arbeitete man gleichzeitig an der Herbeiführung der Reinigungskatastrophe und am Untergang. Der gesellschaftliche Kompaß ging verloren und es kam nach dem totalen Staat und dem totalen Krieg zur totalen Katastrophe. Diesen Prozeß muß man endlich tiefgründig analysieren, um die Gefahren der Gegenwart zu erkennen und zu bannen.   

Die Bundesrepublik Deutschland beginnt nach der Periode des Wirtschaftswunders, der Etablierung der parlamentarischen Demokratie und politischer Aufklärung zurückzufallen in eine vielfach abgestufte Ständegesellschaft, antidemokratische Denkweisen und kulturellen Obskurantismus. Fast alle totgeglaubten Gespenster des Kaiserreichs und der Weimarer Republik sind seit 1968 am Erwachen. Wie vor 100 Jahren glaubt sich jener Teil der deutschen Intelligenz, welcher die Medien und den Kulturbetrieb kontrolliert, im Besitz globaler Weisheit; egal ob es sich um den Weltfrieden, den Welthandel oder das Weltklima handelt. Ähnlich wie vor hundert Jahren verteilt die deutsche Intelligentsija anderen Eliten der westlichen und dritten Welt politische Zensuren. Deutschland ist wie vor 100 Jahren Exportweltmeister bei Maschinen und idealistischen Ideologien.

Eine Bewegung wie die Lebensreform, die zwischen 1890 und 1945 das politische, wirtschaftliche und kulturelle Leben geführt und bestimmt hatte, auf deren ideologischen Krücken die politisch Lahmen und Blinden in Deutschland jahrzehntelang gehumpelt waren, konnte durch das Wirtschaftswunder nicht auf Dauer einfach wegradiert oder in den Sumpf ewigen Vergessens abgesäuft werden.

1968 wird als das Jahr der beginnenden Konterrevolution in den Geschichtsbüchern stehen, nicht als das der Befreiung. Nicht zufällig fällt der Aufstieg der NPD, der Studentenbewegung und der Grünen in dieselbe Zeit. Die Vorgehensweisen der linken und rechten Konterrevolutionäre sind nämlich die gleichen: Gleichzeitige Zerstörung aller Werte, Bildungs- und Gesellschaftsexperimente, geistige und territoriale Entwurzelung sowie Enttabuisierung von Schändlichkeiten: bis zur Judenvertilgung, Kinderschändung und Frühsexualisierung…

1968 begann die erneute exzessive Übernutzung der Natur als politische Waffe. Von den Urvätern der Grünen kamen viele aus dem völkischen Bereich. Ob es Werner Vogel war, ehemaliges NSDAP-  und SA-Mitglied, der 1983 sogar in den Bundestag gewählt wurde oder August Haußleiter der bereits 1923 bei Hitlers Münchener Bierhallen-Putsch mit von der Partie war oder Baldur Springmann, ein ehemaliges SA-Mitglied, sie dockten erst mal bei den entstehenden Grünen an und wurden später durch K-Gruppenmitglieder verdrängt. Was vielen nicht bekannt ist: Bevor Hitler 1920 seine 25 Punkte verkündete, ließ er einen Vortrag über den Produktionsstreik der Natur halten.  

Die heutigen Tabubrüche ranken sich um Gender, den Islam und die Klimareligion. Gender hat etwa denselben wissenschaftlichen Gehalt, wie das Vermessen von Köpfen im Dritten Reich. Damals schritt an den deutschen Universitäten niemand gegen den offensichtlichen Unsinn ein, und heute auch nicht. Die Eliten wollen es und es wird gemacht. Die Erkenntnisse der Evolutionstheorie und der Verhaltensforschung werden völlig unerklärt beiseite geräumt und durch unbewiesene Glaubenslehren ersetzt. Ein Leitbild wurde formuliert – die biologische Gleichheit der Geschlechter - und dann wurden und werden einfach Wege dahin gesucht und erfunden.   

Der entfesselte Islam enttabuisiert die Gewaltanwendung und ist insofern nichts neues. Der Nationalsozialismus und der Kommunismus sind aus dem gleichen kernigen Holz geschnitzt, wenn nicht aus noch härterem. Die deutschen Intellektuellen haben den Nationalsozialisten und Kommunisten frenetisch zugejubelt. Den Salafiten stimmen sie nicht zu, - eigentlich nur weil diese die Schwulen nicht leiden mögen – und lassen sie einfach gewähren. Jedes arabische Königreich und jede arabische Republik hat eine milde Religionspolizei, um eine verbindliche Auslegung des Koran zu bewirken, nur der deutsche Intellektuelle hält die Formulierung und Einhaltung von Regeln des friedlichen Zusammenlebens für unangemessen. 

Und die immer noch nicht wissenschaftlich fundamentierte Klimareligion mit ihren äußerst widerspüchlichen Auswirkungen auf Energieeffizienz, Energieerzeugung, Natur und Mensch wird zur gleichzeitigen Zerstörung der Natur und des Wohlstands führen. Einfach weil fast alle gesetzlichen Regelungen nicht durchdacht, dilettantisch und in sich widersprüchlich sind. Der Dilettantismus resultiert wieder aus dem Verzicht auf wissenschaftliche Expertise, stattdessen wurden Anleihen bei Scharlatanen genommen, die ein Ziel formuliert haben. Irgendwie werden wir schon dort hinkommen, egal was es kostet, so ihre trügerische Hoffnung.

Allen diesen Glaubenssystemen ist gemeinsam, daß schon wieder der Neue Mensch das Ziel ist. Ein Mensch, der erst aus den Trümmern unserer Zivilisation erschaffen werden muß. Und gemeinsam ist ihnen, daß sie sich jeglicher Hinterfragung ihrer Irrlehren entziehen wollen. Im Gegensatz zu den 20er Jahren wird heute jedoch nicht jede grüne Kröte geschluckt. Immer mehr Bürger stellen Fragen. Und das ist gut so. 

"Der Bausatz des Dritten Reiches" ist Band 1 der edition:freiheit
des Deutscher Arbeitgeber Verband. Autor ist Wolfgang Prabel.

Das Buch ist als eBook u. a. hier erhältlich:

itunes weltbild


06. April 2015