Udo Pollmer

Cholesterin, Pestizide und falsche Gewissheiten

Unser Immunsystem wird entgegen den religiösen Überzeugungen unserer Gesellschaft nicht mit Körnern und Kräutern betrieben. Um Keime abzutöten, schmiedet es seine Waffen selbst: So das Wasserstoffperoxid oder das Cholesterin: Dieses heftet sich an fast alle Krankheitserreger sowie an deren Gifte, und inaktiviert sie.1-4 49,51,54 Genauer gesagt ist dafür vor allem das angeblich ungesunde LDL-Cholesterin verantwortlich. Ratten, denen tödliche Bakteriengifte gespritzt werden, überleben, wenn ihnen menschliches LDL injiziert wird.1

Ganz allgemein gilt: Je höher der Cholesterinspiegel, desto seltener erkranken Menschen an Infekten.5 Eine Metaanalyse mit fast 70.000 Todesfällen ergab: Je niedriger das Cholesterin desto mehr Menschen verstarben an Atemwegs- und Magen-Darm-Erkrankungen, die ja meist Infekte sind.6 In einer weiteren Studie mit über 120.000 Probanden wurden diese im Verlauf von 15 Jahren umso seltener wegen einer Infektion ins Spital eingeliefert, je höher ihr Cholesterin war.7 Da das LDL in der Lage ist, Viren zu inaktivieren,8-12 schützt es auch vor Corona: Nachdem Covid-19-Patienten auffällig niedrige Cholesterinspiegel aufwiesen,13-17 bestätigte nun eine Metaanalyse mit 12.000 Coronapatienten, dass die Prognose umso schlechter ist, je niedriger das Cholesterin.18

Obwohl Cholesterin weit mehr lebenswichtige Funktionen erfüllt, als nur unser Immunsystem zu stärken, hat sich die Pharmawirtschaft dem Kampf gegen diesen Vitalstoff verschrieben. Das war eine Herausforderung, denn die Leber hält den Spiegel konstant und produziert fehlendes Cholesterin nach.19,20 Aber mit Schimmelpilzgiften gelang es, die Leber auszubremsen. Sie werden heute unter dem Namen Statine vermarktet. Wären sie Pestizide, dann hieße der Effekt „Leberschaden“.

Nun müssen die armen Schlucker der Statine stark sein: Statine sind Pestizide. Sie werden von üblen Schimmelpilzen wie Aspergillus terreus produziert, um damit Konkurrenten aller Art auszuschalten.21 Die pilzabtötende Wirkung stand bei ihrer Entdeckung Pate.22 Damit sind sie Fungizide bzw. Antibiotika. Als man ihre Wirkung auf die Leber entdeckte, entschloß sich die Pharmaindustrie, sie als Cholesterinsenker zu vermarkten und verdiente sich damit dumm und dämlich.

Dabei schützen Statine gar nicht so wie versprochen vor Herzinfarkt. Schon vor Jahren beklagte der Magdeburger Pharmakologe Frank Meyer, „in 15 guten Studien wurde demonstriert, dass der Effekt der Lipidsenker hinsichtlich der Primärprävention gegen Null geht“.23,24 Also nix mit Vorsorge. Und auch so gut wie nix mit Nachsorge, so Meyer. Neuere Studien überzeugten den Professor nicht.25

Dafür schützen Statine als Antibiotika vor Chlamydien, Tuberkulose und der Pest.26-28 Als Fungizide hauen sie Hautpilze und Candida platt.29-35 Die Mediziner sind ganz aus dem Häuschen, ständig entdecken sie neue Kandidaten. Sie sprechen von pleiotropen Effekten, also ganz unerwarteten Wirkungen. Statine sind aber nun mal Antibiotika bzw. Fungizide. Deshalb lassen sich mit Statinen auch auf dem Acker Pflanzenkrankheiten bekämpfen. Aber dann heißen sie „Biopestizide“.36

Ich glaub, ich steh im Regenwald

Vor den Statinen waren als Cholesterinsenker sog. Fibrate wie Clofibrat die Mittel der Wahl. Diese zählen zu den Phenoxycarbonsäuren – eine große Gruppe bewährter Unkrautvernichter. Auf dem Acker töten sie die Disteln. Im Vietnamkrieg wurden sie als „Agent Orange“ versprüht, um den Regenwald zu entlauben. Bei Pflanze, Tier und Mensch greifen sie in den Fett-Stoffwechsel ein.37-40

Welchen Nutzen bringt die Einnahme von Entlaubungsmitteln? „Fibrate können nicht für den Routineeinsatz im Rahmen der kardiovaskulären Prävention empfohlen werden,“ weiß sogar die Wikipedia, „da eindeutige und konsistente Belege zum Langzeitnutzen, insbesondere auch mit Blick auf die Mortalität, nicht vorliegen.“41 Aber wer glaubt, den Teufel Cholesterin austreiben zu müssen, ist in der Wahl der Mittel nicht zimperlich: Er schluckt bereitwillig jene Chemikalien, von denen er bereits Spuren im Trinkwasser fürchtet, weil sie als „Pestizid“ bezeichnet werden.

Nun rechnen wir mal die Medikamenten-Dosis im Vergleich zu den Pestizid-Rückständen im Trinkwasser hoch: Die Höchstmenge liegt bei 0,1 µg pro Liter. Angenommen eine Person trinkt ab ihrer Geburt bis zum 100. Lebensjahr täglich tapfer einen Liter Leitungswasser. Das sind 100 mal 365 Tage - ergibt 36.500. Mal 0,1 µg macht fast 4 Milligramm – für ein ganzes Leben. Von den üblichen Statinen wird im Schnitt eine Dosis von 40 Milligramm verschrieben - täglich. Meist ab dem 50. Lebensjahr. Bis zu ihrem 85. Geburtstag haben sie dann locker ein Pfund Pestizid eingeworfen.

Bei den unkrautvertilgenden Fibraten läge der „Lebensbedarf“ des Patienten um die 5 Kilo. Mahlzeit! Das ist übrigens eine Million Mal mehr Pestizid als das, was der hypothetische Alte in 100 Jahren über maximal belastetes Leitungswasser trinken kann.

Derweil warnen ganzheitliche Gesundheitstrullas jedweden Geschlechts lautstark vor diesen lächerlichen Rückständen, aber verordnen ihren Patienten ungerührt Pestizide – zur täglichen Einnahme. Sie warnen mit großer Geste vor Antibiotika im Stall, aber verschreiben diese mit Eifer, weil sie mangels brauchbarer Fachkenntnisse oft gar nicht wissen, was alles ein Antibiotikum ist. Ja, wenn‘s nicht in großen Lettern auf der Verpackung steht …

Pflanzenschutz für Geist und Seele

Glaubt jemand ernsthaft, zwischen Arznei und Pestizid bestünde ein grundsätzlicher Unterschied? Arzneimittel verändern den Stoffwechsel oder töten übel gesinnte Lebewesen, egal ob Bazillen, Pilze oder Filzläuse. Dass der Hersteller seine Pestizide, wenn er diese als Arznei anbietet, mit lustigen biochemischen Narrativen ausstattet, nennt man Marketing. Sonst merken die Patienten noch was.

Viele Psychopharmaka, speziell Benzodiazepine wie Valium sind Antibiotika und Fungizide.36,42-44 Bei der Kartoffel beispielsweise bekämpft Valium die gefürchtete Krautfäule Phytophthora.40 Beim Menschen dürfte der Psychoeffekt auch auf der pilzabtötenden Wirkung im Darm beruhen und nicht nur auf neurologischen Kunststückchen an den Synapsen.

Nicht zu vergessen die phosphororganischen Insektengifte, deren bekanntester Vertreter E605 war. Heute gilt der als Kinderkrebsgift45 denunzierte Vertreter Dichlorvos als Hoffnungsträger bei Alzhei-mer.46,47 Als Greenpeace auf Zierpflanzen ein paar Mikrogramm nachgewiesen hatte, also Millionstel Gramm, warnte es, das Organophosphor-Pestizid sei „sehr neurotoxisch“.48 Wenn die Floristin am Abend mit den Nerven fertig ist, wissen wir jetzt warum. Eines schönen Tages darf sie die Blumen-sträuße fürs Altersheim extra mit Dichlorvos besprühen, in der Hoffnung, die Insassen würden vom Schnuppern an den Blüten genesen. Und damit‘s keiner merkt, heißt der Wirkstoff jetzt Metrifonat.

Als letztes Pestizid, das sich Ernährungsbewußte gerne gönnen, sei Saccharin genannt, der Süßstoff. Eigentlich ist es ein Antibiotikum, das fleißig Resistenzen streut.49,50 Im Gemüse- und Reisanbau wird Saccharin gegen Unkraut und Krankheiten appliziert – jetzt aber unter Namen wie Probenazol.51-55

Erst trinken ganzheitliche Gutmenschen zur Vermeidung böser Kalorien Lightlimo, dann schlucken sie Fungizid-Pillen, um ihr Cholesterin zu ruinieren, und anschließend kaufen sie Bio - wegen der Pestizi-de. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, glauben sie allen Ernstes, ihre Bio-Stauden würden ohne Chemie gedeihen, sobald der Landmann den Ökoverbänden die Lizenzgebühr in den Rachen wirft.

Anmerkung

Die Zusammenhänge zwischen gleichsinnigen Wirkstoffen werden immer raffinierter verschleiert, zunächst um hysterische Reaktionen medial verwirrter Zeitgenossen zu vermeiden, dann aber auch, um die Kundschaft ein wenig hinters Licht zu führen. Eine Methode besteht in der Verwendung sogenannter Prodrugs. Dahinter steckt ein anspruchsvolles Konzept: Man stellt Substanzen her, die erst im Organismus in den eigentlichen Wirkstoff umgewandelt werden. Das kann durchaus Vorteile bieten, kann aber auch zur Verschleierung genutzt werden. So gilt das teure Pflanzenschutzmittel Probenazol als weniger effektiv als der billigere Wirkstoff Saccharin, in den es umgewandelt wird. Dabei entstehen daneben weitere Metaboliten, was Wirkungsverluste bedeutet.

Nicht viel anders wirkt Metrifonat. Auch hier erkennt der Laie beim Vergleich der Formeln nicht unbedingt den Zusammenhang, denn auch Metrifonat wirkt erst, wenn es im Körper zu Dichlorvos metabolisiert wurde. Der aktive Wirkstoff Dichlorvos ist deshalb noch kein „schlimmes“ Medikament, sondern kann durchaus gesundheitlichen Nutzen bieten. Da man bei Pflanzenschutzmitteln nur nach unerwünschten Nebenwirkungen sucht, die mediale Reizworte wie „Krebs“ bedienen, fehlen Studien, die günstige Nebeneffekte analysieren: beispielsweise ob Personen, die regelmäßig mit Organophosphor-Pestiziden hantiert haben, seltener an Demenz erkranken.

Literatur

1. Ravnskov U: Cholesterol-lowering treatment may worsen the outcome of a Covid-19 infection. BMJ 2020; 368: m1182

2. Serquiña AKP et al: 25-Hydroxycholesterol inhibits Kaposi’s sarcoma herpesvirus and Epstein-Barr virus infections and activates inflammatory cytokine responses. mBio 2021; 12: e02907-21

3. Tang WH et al: The lipid components of high‑density lipoproteins (HDL) are essential for the binding and transportation of antimicrobial peptides in human serum. Scientific Reports 2022; 12: e2576

4. Foo CX et al: Oxysterols in the immune response to bacterial and viral infections. Cells 2022; 11: e201

5. Ravnskov U: High cholesterol may protect against infections and atherosclerosis. Quaterly Journal of Med 2003; 96: 927–934

6. Jacobs D et al: Report of the conference on low blood cholesterol: mortality associations. Circulation 1992; 86: 1046-1060

7. Iribarren C et al: Cohort study of serum total cholesterol and in-hospital incidence of infectious diseases. Epidemiology & Infection 1998; 121: 335–347

8. Huemer HP et al: Herpes simplex virus binds to human serum lipoprotein. Intervirology 1988; 29: 68-76

9. Superti F et al: SA-11 rotavirus binding to human serum lipoproteins. Medical Microbiology & Immunology 1992; 181: 77-86

10. Cyster JG et al: 25‑Hydroxycholesterols in innate and adaptive immunity. Nature Reviews Immunology 2014; 14: 731-743

11. Zhao J et al: Multifaceted functions of CH25H and 25HC to modulate the lipid metabolism, immune responses, and broadly antiviral activities. Viruses 2020; 12: e727

12. Lembo D et al: Oxysterols: an emerging class of broad spectrum antiviral effectors. Molecular Aspects of Medicine 2016; 49: 23-30

13. Hu X et al: Declined serum high density lipoprotein cholesterol is associated with the severity of COVID-19 infection. Clinica Chimica Acta 2020; 510: 105–110

14. Wei X et al: Hypolipidemia is associated with the severity of COVID-19. Journal of Clinical Lipidology 2020; 14: 297–304

15. Wang G et al: Low high-density lipoprotein level is correlated with the severity of COVID-19 patients: an observational study. Lipids in Health and Disease 2020; 19: e204

16. Tanaka S et al: Lipoprotein concentrations over time in the intensive care unit COVID-19 patients: Results from the ApoCOVID study. PLoS ONE 2020; 15: e0239573

17. Lahoz C et al: Concentración de colesterol-HDL y riesgo de infección por SARS-CoV-2 en personas mayores de 75 anos: una cohorte con medio millón de participantes de la Comunidad de Madrid. Clinica e Investigacion en Arteriosclerosis 2021; 9. Dec, in press

18. Agouridis AP et al: High-density lipoprotein cholesterol: A marker of COVID-19 infection severity. Atherosclerosis Plus 2021; 44: 1-9

19. Ravnskov U: Mythos Cholesterin. Hirzel, Stuttgart 2008

20. Luo J et al: Mechanisms and regulation of cholesterol homeostasis. Nature Reviews Molecular Cell Biology 2020; 21: 225-245

21. Subhan M et al: Exploitation of Aspergillus terreus for the Production of Natural statins. Journal of Fungi 2016; 2: e13

22. Brown AG et al: Crystal and molecular structure of compactin, a new antifungal metabolite from Penicillium brevicompactum. Journal of the Chemical Society Perkin Transactions 1 1976; (11): 1165-1170

23. Frank G: Schlechte Medizin – Ein Wutbuch. Knaus, München 2012

24. Meyer FP: Arzneimittel – Hände der Götter? Ziethen, Oschersleben 2001

25. Meyer FP: Zurückhaltender Einsatz. Deutsches Ärzteblatt 2018; 115, H. 39: A1712

26. Hennessy E et al: Is there potential for repurposing statins as novel antimicrobials? Antimicrobial Agents and Chemotherapy 2016; 60: 5111-5121

27. Parihar SP: Statin therapy reduces the Mycobacterium tuberculosis burden in human macrophages and in mice by enhancing autophagy and phagosome maturation. Journal of Infectious Diseases 2014; 209: 754-763

28. Ayyadurai S et al: Lovastatin protects against experimental plague in mice. PLoS ONE 2010; 5: e10928

29. Nyilasi I et al: Susceptibility of clinically important dermatophytes against statins and different statin-antifungal combinations. Medical Mycology 2014; 52: 140–148

30. Bellanger AP et al: Statin concentrations below the minimum inhibitory concentration attenuate the virulence of Rhizopus oryzae. Journal of Infectious Diseases 2016; 214: 114–121

31. Queiroz Ribeiro N de et al: Atorvastatin as a promising anticryptococcal agent. International Journal of Antimicrobial Agents 2017; 49: 695-702

32. Oliveira Neto AS et al: Antifungal efficacy of atorvastatin-containing emulgel in the treatment of oral and vulvovaginal candidiasis. Medical Mycology 2021; 59: 476-485

33. Galgóczy L et al: Statins as antifungal agents. World Journal of Clinical Infectious Diseases 2011; 30: 4-10

34. Tavakkoli A et al: Antifungal effects of statins. Pharmacology & Therapeutics 2020; 208: e107483

35. Shcherbakova LA: Some natural proteinaceous and polyketide compounds in plant protection and their potential in green consumerization. In: Dubay NK (ed): Natural Products in Plant Pest Management. CABI, Wallingford 2011: 109-133

36. Cutler HG, Cutler SJ (eds): Biologically Active Natural Products. CRC, Boca Raton 1999

37. Schreinemachers DM et al: Perturbation of lipids and glucose metabolism associated with previous 2,4-D exposure: a cross-sectional study of NHANES III data, 1988-1994. Environmental Health 2010; 9: e11

38. Vainio H et al: Phenoxy acid herbicides cause peroxisome proliferation in Chinese hamsters. Scandinavian Journal of Work, Environment & Health 1982; 8: 70-73

39. Gershbein LL: Effect of phenoxy acids and rat liver regeneration. Research Cummunications in Chemical Pathology & Pharmacology 1984; 43: 325-334

40. Cutler SJ et al: Evaluation of selected pharmaceuticals as potential herbicides: bridging the gap between agrochemicals and pharmaceuticals. In: Narwal SS et al. (eds.), Allelopathy in Ecological Agriculture and Forestry; Kluwer 2000: 129-137

41. Wikipedia: Fibrate. Abgerufen am 5. März 2022

42. Caiana EC et al: Synthesis of hydroxybenzodiazepines with potential antioxidant and antifungal action. Journal of the Brazilian Chemical Society 2021; 32: 626-637

43. Silva LJ da et al: Diazepam's antifungal activity in fluconazole-resistant Candida spp. and biofilm inhibition in C. albicans: evaluation of the relationship with the proteins ALS3 and SAP5. Journal of Medical Microbiology 2021; 70 (3)

44. Holanda MA et al: Evaluation of the antifungal activity in vitro of midazolam against fluconazole-resistant Candida spp. Isolates. Future Microbiology 2021; 16: 71-81

45. Alsopp M et al: Pestizide und unsere Gesundheit: Die Sorge wächst. Greenpeace Mai 2015

46. Van der Staay FJ et al: Effects of metrifonate, its transformation product dichlorvos, and other organophosphorus and reference cholinesterase inhibitors on Morris water escape behavior in young-adult rats. Journal of Pharmacology & Experimental Therapeutics 1996; 278: 697-708

47. Moss DE: Improving anti-neurodegenerative benefits of acetylcholinesterase inhibitors in Alzheimer’s Disease: Are irreversible inhibitors the future? International Journal of Molecular Sciences 2020; 21: e3438

48. Reuter W: Pestizide in Zierpflanzen, Proben aus Luxemburg; Auswertung von Analysedaten im Auftrag von Greenpeace 2. Juli 2014

49. Prashant GM: The antimicrobial activity of the three commercially available intense sweeteners against common periodontal pathogens: an in vitro study. Journal of Contemporary Dental Practice 2012; 13: 749-752

50. Yu Z et al: Nonnutritive sweeteners can promote the dissemination of antibiotic resistance through conjugative gene transfer. The ISME Journal 2021; 15: 2117–2130

51. BASF: 1,2-Benzoisothiazole compounds useful for combating animal pests. US 2011/0166162

52. BASF: Saccharinderivate und ihre Anwendung als Herbizide. PCT: WO 96/05183

53. Buerge IJ et al: Saccharin and other artificial sweeteners in soils: estimated inputs from agriculture and households, degradation, and leaching to groundwater. Environmental Science Technology 2011; 45: 615-621

54. Koganezawa H et al: Effects of probenazole and saccharin on symptom appearance of Tobacco mosaic virus in tobacco. Annals of the Phytopathological Society of Japan 1998; 64: 80–84

55. Abdel-Kader MM et al: Biological and chemical resistance inducers approaches for controlling foliar diseases of some vegetables under protected cultivation system. Journal of Plant Pathology & Microbiology 2013; 4: e9

14. April 2022

CMS