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+++ Aktuell & Nützlich +++

Ausschüttungen an Gesellschafter:
KiSt-Abzugsmerkmale berücksichtigen

Bislang brauchten ausschüttende Unternehmen die Konfession ihrer Gesellschafter weder von sich aus zu erfragen noch eigenmächtig die auf Gewinnausschüttungen an Konfessionelle grundsätzlich fällige Kirchensteuer zu deklarieren. Vielmehr blieb es weitgehend allein Aufgabe des Gesellschafters, die empfangenen Gewinnbezüge entsprechend nachzuversteuern.

Davon rückt der Gesetzgeber nun ab. Die richtige Kirchensteuer soll nun ebenfalls schon an der Quelle abgezogen werden. Entsprechend erweitert der Gesetzgeber die für Unternehmen bestehenden Pflichten.

Unternehmen sollen künftig einmal jährlich auf eine spezielle elektronische Datenbank  zugreifen, und zwar jeweils in der Zeit zwischen dem 1. September und dem 31. Oktober. Ergibt ihre Abfrage, dass der Gesellschafter als Schuldner der Kapitalertragsteuer zum Stichtag 31. August Teil einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft war, haben sie vom Kapitalertragsteuer-Einbehalt den relevanten Kirchensteuerbetrag zu errechnen, abzusondern und abzuführen.  

Das Verfahren gilt erstmals für alle Kapitalerträge, die dem Kirchensteuerpflichtigen nach dem 31. Dezember 2014 zufließen. Folglich müssen Unternehmen schon in diesem Jahr zwischen dem 1. September 2014 bis 31. Oktober 2014 die Religionszugehörigkeit und die einschlägigen Kirchensteuerabzugsmerkmale elektronisch erfragen.

In technischer Hinsicht steht Unternehmen dafür z.B. das BZStOnline-Portal bereit. Dessen Nutzung setzt allerdings eine Registrierung einerseits sowie die fachliche Zulassung andererseits voraus. Unternehmen sind gut beraten, sich um Registrierung und Zulassung zeitnah zu bemühen, denn erfahrungsgemäß vergeht einige Zeit, bis das Bundeszentralamt für Steuern ihnen die nötigen Informationen und Unterlagen zur Verfügung stellt.