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Zu den Vorteilen strukturierter Vergütungspakete

Arbeitgeber tun gut daran, sich im Katalog steuerfreier oder - begünstigter Zusatzleistungen gut auszukennen. Denn im Wege privilegierter Lohnerhöhungen können sie ihren Arbeitnehmern dank staatlicher Förderung mitunter geschätzte Lohnvorteile zuwenden, ohne dadurch selbst – wie bei klassischen Lohnerhöhungen – über zusätzliche Steuern und Abgaben belastet zu werden. Das eröffnet Unternehmen interessante Spielräume bei Gehaltsverhandlungen mit Arbeitnehmern.

Darauf weist der Deutsche Arbeitgeber Verband e.V. hin.

Wer Entsprechendes für sich auszunutzen weiß, bewegt sich nicht einmal am Rande einschlägiger Gesetze. Der Gesetzgeber hat den Vertragsbeteiligten vielmehr ganz bewusst jene Möglichkeiten eingeräumt. Gleichwohl sind die Regelungen im Einzelfall kompliziert und im Detail sogar tückisch. Wer hier etwas falsch macht, kann sich schnell hohe wirtschaftliche Risiken ins Unternehmen hereinholen. Deshalb ist ein Arbeitgeber immer gut beraten, seine beabsichtigte Vergütungsstrategie zunächst mit einem Steuerberater oder Fachanwalt für Steuerrecht durchzusprechen und erst danach verbindliche Leistungszusagen einzugehen.

Richtungsweisend lässt sich sagen: Was schon Lohnbestandteil ist, wird nicht weiter privilegiert. Nur wer als Arbeitgeber ganz im Wortsinne seinem Arbeitnehmer Zusatzleistungen zuwendet, also den bisherigen Lohn um weitere Leistungen ergänzt, kann von den steuer- und abgabenrechtlichen Vorteilen profitieren – vorausgesetzt die betreffende Zusatzleistung ist im Katalog steuerfreier bzw. – begünstigter Zusatzleistung überhaupt enthalten.

Zu den beliebtesten Zusatzleistungen in diesem Sinne dürfte die Überlassung eines Firmenfahrzeugs an Arbeitnehmer für auch private Zwecke zählen. Auch wenn Arbeitnehmer im Regelfall dafür keinerlei Zuzahlungen machen müssen  – ein kleiner Obolus an den Staat wird dafür trotzdem fällig. Allerdings dürfte dieser Obolus, den sich der Staat über einen entsprechenden Einbehalt von dem monatlichen Arbeitslohn überweisen lässt, vielfach deutlich hinter den sog. Opportunitätskosten zurückbleiben. Was heißt: Der Arbeitnehmer spart Geld, weil er für das gleiche Gut nicht so viel zahlen muss, wie er zahlen müsste, wenn er selbst einen eigenen Pkw erwerben und unterhalten würde. Dies gilt erst recht, wenn der Arbeitgeber auch von diesem Obolus wiederum einen Teil für den Arbeitnehmer übernimmt und zahlt.

Nicht in allen Fällen wird vom Arbeitnehmer eine Art Eigenanteil in dieser Weise abgefordert. So müssen Arbeitnehmer etwa für die ihnen von Arbeitgeberseite zur Verfügung gestellten Smartphones oder Tablets oder für übernommene Kinderbetreuungsleistungen nicht schulpflichtiger Arbeitnehmerkinder keinerlei eigene Steuerbeiträge leisten. Gleiches gilt für in Anspruch genommene Gesundheitsleistungen wie Lehrgangsbesuche zur Ernährungsverbesserung oder zur Rücken- und Stressprävention,  sofern der Wert dieser Leistungen jährlich 500 EUR nicht übersteigt; Mitgliedsbeiträge für den Sportverein oder das Fitnessstudio zählen allerdings nicht zu den geförderten Leistungen. Diese Aufzählung ließe sich um eine Vielzahl weitere Bespiele erweitern.

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